Herbert Feuchte Stiftungsverbund

"Musik sehen" - ein besonderes Konzert

Seit fast zwei Jahren nehmen Schüler*innen des Sonderpädagogischen Zentrums Putbus an einem inklusiven Kunstprojekt teil, welches durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Kultusministerium Mecklenburg-Vorpommerns und den Herbert Feuchte Stiftungsverbund gefördert wird. Die Schüler*innen gestalten dabei mit Künstler*innen der Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen „diVeRes“ verschiedene Projekte.

Das Projekt „Musik sehen“ wurde dabei für alle Beteiligten zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die 2. Sinfonie Beethovens wurde durch ein Farbenspiel der Schüler*innen sichtbar gemacht.

Zunächst brachte die Musikpädagogin Sabine Kuhnert sehr anschaulich und fühlbar unseren Schüler*innen die Musikinstrumente eines Orchesters nah. Auf einer richtigen Geige zu spielen oder eine Trompete auszuprobieren, war für sie ein tolles Erlebnis.

Dann erfuhren sie über das Leben und Wirken des Komponisten Ludwig van Beethoven und erarbeiteten sich schrittweise die 2. Sinfonie über das Fühlen und Wahrnehmen der Musik. Das, was sie dabei empfanden, machten sie dann über das Malen sichtbar.

In vielen Übungsphasen entstanden bunte Musikstücke auf langen Papierbahnen und jeder brachte seine Empfindungen zur Sinfonie mittels Farbwahl und Pinselführung ein.

Höhepunkt des Projektes waren die Auftritte am 26. und 28. Februar in den Theatern Greifswald und Stralsund, beim Konzert „Musik sehen“ für junges Publikum.

„Es war schon etwas ganz Besonderes für unsere Schüler*innen, auf einer großen Bühne zu stehen, begleitet vom Philharmonischen Orchester Vorpommerns, und vor einem Publikum zur Musik zu malen“, berichteten Musiklehrer und Schulleiter Torsten Jahnel und Projektleiterin Ellen Behnke. „Die Atmosphäre war spannend, aufregend und es fühlte sich mit jedem Auftritt schöner an“ erzählte Behnke weiter.

Während die Schüler*innen die 2. Sinfonie farblich interpretierten wurde der Tanz der farbigen Pinsel auf eine Leinwand im Bühnenhintergrund projiziert. So konnte das Publikum die Sinfonie auch visuell erleben.

Radio NDR Kultur berichtete über das Konzert.